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27 Oktober 2014

Den Ort kennt keiner – Aber die Walhalla



Ein Bauwerk der Huldigung, der Lobpreisung und des Gedenken an das Geleistete und Geschaffene für unsere Nachwelt. All die klugen und genialen Köpfe, die Großes geleistet haben. Mit ihrem Denken, ihrem Schaffen und ihrem Erfindungsreichtum prägten sie die Nachwelt nachhaltig. Deutsche haben Revolutionäres geleistet.

Die Rede ist von der Walhalla. Ein wahrer Prunkbau. Er thront über der Donau, ist aus der Ferne schon weithin sichtbar. Sie ist nach Walhall benannt. Das kommt aus der germanischen Mythologie und galt dort als Wohnstatt der tapferen, gefallenen Krieger. Ein Indiz auf die Entstehungsgeschichte dieses prestigereichen Bauwerks. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation war nach der Niederlage gegen Napoleons Truppen zusammengebrochen. Nun müssten sie an der Seite der Franzosen gegen die Preußen kämpfen. Besiegte Deutsche gegen unbesiegte Deutsche. Eine Erniedrigung für viele. Es begann eine Zeit der Identitätssuche. Was folgte war die Errichtung deutscher Denkmäler, die ihrem Stolz Ausdruck verleihen. König Ludwig I. von Bayern wollte das vehement mit der Walhalla.
1807 entstand die Idee, die ersten Büsten wurden angefertigt. Der Bau war noch nicht einmal begonnen. Diese vollplastischen Bildnisse aus Marmor, die meist den Kopf und der oberen Schulterpartie darstellen, verleihen eine majestätische Wertschätzung. Ideal für die Ruhmeshalle auf dem Bräuberg. Geniale Persönlichkeiten stehen im Falle der Walhalla besonders im Mittelpunkt.