Die Rede ist von der
Walhalla. Ein wahrer Prunkbau. Er thront über der Donau, ist aus der
Ferne schon weithin sichtbar. Sie ist nach Walhall benannt. Das kommt
aus der germanischen Mythologie und galt dort als Wohnstatt der
tapferen, gefallenen Krieger. Ein Indiz auf die Entstehungsgeschichte
dieses prestigereichen Bauwerks. Das Heilige Römische Reich
Deutscher Nation war nach der Niederlage gegen Napoleons Truppen
zusammengebrochen. Nun müssten sie an der Seite der Franzosen gegen
die Preußen kämpfen. Besiegte Deutsche gegen unbesiegte Deutsche.
Eine Erniedrigung für viele. Es begann eine Zeit der
Identitätssuche. Was folgte war die Errichtung deutscher Denkmäler,
die ihrem Stolz Ausdruck verleihen. König Ludwig I. von Bayern
wollte das vehement mit der Walhalla.
1807 entstand die Idee, die
ersten Büsten wurden angefertigt. Der Bau war noch nicht einmal
begonnen. Diese vollplastischen Bildnisse aus Marmor, die meist den
Kopf und der oberen Schulterpartie darstellen, verleihen eine
majestätische Wertschätzung. Ideal für die Ruhmeshalle auf dem
Bräuberg. Geniale Persönlichkeiten stehen im Falle der Walhalla
besonders im Mittelpunkt.
