Der Weg am heutigen Tag führt uns
hinaus aus dem sagenumwobenen Riesengebirge. Am Ende werden wir im
schlesischen Polen sein. Einige Kilometer werden wir zurücklegen.
Trutnov ist die letzte Stadt des Riesengebirges. wir sind nun an dessen südöstlichsten Rand. Zugleich ist wird es als Tor zum Riesengebirge. Ein wichtiges Zentrum einer Region. Die Einwohnerzahl unterstreicht das. Immerhin 30000 Menschen. Der weg zur Grenze ist nicht mehr weit.
Geschichtlich trat Trutnov im Deutschen
Krieg im Jahre 1866 zur Geltung. Preußen und Österreicher standen
sich in der Schlacht bei Trautenau gegenüber. Die Preußen verloren
diesen einseitigen Kampf, sie vollzogen den Rückzug. Wenige Jahre
zuvor, zu Zeiten des Dreißigjährigen und des Schlesischen Krieges,
wurde Trutnov nahezu komplett zerstört.Trutnov ist die letzte Stadt des Riesengebirges. wir sind nun an dessen südöstlichsten Rand. Zugleich ist wird es als Tor zum Riesengebirge. Ein wichtiges Zentrum einer Region. Die Einwohnerzahl unterstreicht das. Immerhin 30000 Menschen. Der weg zur Grenze ist nicht mehr weit.
Seit der Gründung der Stadt im frühen Mittelalter war Trutnov, wie die anderen Städte dieser Region auch, geprägt von ständigen Besitzerwechseln. Fürsten und Herzöge schoben sich das Land hin und her. Kontinuität eher Fehlanzeige.
Mit der Zugehörigkeit zur Kaisermonarchie entwickelte sich die Wirtschaftsfähigkeit. Leinenmanufaktur, Baumwollweberei und weitere Textilfabriken sorgten dafür. Handels- und Industriefamilien häuften sich Reichtum an. Der Tourismus kam Jahre später hinzu, schaffte zusätzlich Wohlstand.
Konflikte zwischen Deutschen und Tschechen waren an der Tagesordnung. Unterschiedliche Sprache, unterschiedliche Mentalität. Verschiedene Lehranstalten und getrennte Kulturhäuser waren die Folge, friedliches Zusammenleben mit gewissen Spannungen.
1918 veränderte sich die staatlichen Verhältnissen. Österreich-Ungarn war gerade zusammengebrochen, das Gebiete wurde von nun an tschechoslowakisch. Ein neuer Staat war gegründet, Trutnov gehörte dazu. Tschechische Richtlinien galten nun Die Situation verschlechterte sich. Handelsmärkte brachen weg, hinzu kam die Inflation der Währung. Erholen konnte man sich davon nicht. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg vollzog sich der nächste Umbruch. Nicht nur, das eine Menge ihr Leben in Kampfgebären verloren, die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben, die Einwohnerzahl sank um ein Vielfaches.
Historisches findet der Besucher rund um den Ringplatz. Das Rathaus inmitten des Areals ist das Verwaltungszentrum der Stadt. Ein repräsentatives zugleich. Im 19. Jahrhundert wurde es im neugotischen Stil errichtet. Gleichzeitig fällt der Rübezahlbrunnen auf dem Ringplatz ins Auge. Rübezahl, der mystische Geist des Riesengebirges, sitzt auf dem Felssporn und beobachtet die vorbeigehende Menschenschar. Die Pestsäule der heiligen Dreifaltigkeit erinnert an ihre schlimmen Umstände dieser todbringenden Krankheit, die auch Trutnov in der Geschichte mehrfach heimsuchte. Außerdem ist es eine Demonstration des katholischen Glaubens gegenüber den Evangelisten. Umgeben wird der zentrale Platz von stolzen Bürgerhäuser mit Laubengängen, die dem gesamten Ensemble Eleganz und Glanz verleihen. Restaurants und kleine Geschäfte beleben es zusätzlich. Die Einwohner wuseln durch die Straßen und Gassen der Stadt, erledigen ihre Angelegenheiten.



