Seit einem Jahr sind diese Stars der
Szene beim Auftakt der Winter-Weltcupsaison in Klingenthal zu Gast.
Ein stimmungsvoller Auftakt. Nicht mehr diese Zuschauerarmen, tristen
ersten Springen im europäischen Norden.
Das Reisen. Das Erleben mit allen Sinnen. Das Genießen. Freiheit. Ein Reiseblog.
24 November 2014
Klingenthal – Saisonauftakt der weltbesten Skispringer
23 November 2014
Ein Stück deutscher Automobilgeschichte
Eine Stadt mit großer
Automobilindustrie, zu Zeiten vor und nach den Kriegen des 20.
Jahrhunderts. August Horch initiierte diese Tradition, prägte die
Stadt bis heute. Früher wurden die Horch-Mobile in Zwickau
zusammengeschraubt, heute werden die Volkswagen in seinem Werk am
Fließband produziert. So hat ich die Automobilbranche
weiterentwickelt, so aber auch die Stadt an sich.
18 November 2014
Bergbau, Universität, Mineralienausstellung und eine besondere Leckerei
Die Schatzkammer ist das Highlight. Das Beste zum Schluss. Edelsteine werden vorwiegend in belichteten Gasvitrinen gezeigt. Die kostbarsten. Gesteine, die einmal durch Meteoriten oder kosmischer Entwicklung entstanden sind.
17 November 2014
Bergbau, Universität, Mineralienausstellung und eine besondere Leckerei
Freiberg, auf der Landkarte ganz klein
und unscheinbar. Es fällt in der Mitte der Magistrale zwischen
Chemnitz und Dresden kaum auf. In der Gunst liegt man deutlich
hinten. Was hat Freiberg zu bieten, wenn „nebenan“ die
Frauenkirche, der Zwinger oder das Elbufer auf mich warten?! Das
ehemalige Weltkulturerbe! Warum ausgerechnet diese kleine Stadt
Freiberg? Was macht es in der provinziellen Umgebung interessant? Ich
werde es euch zeigen.
09 November 2014
25 Jahre Mauerfall - Ein Trabikonvoi von Hof nach Plauen feiert diesen denkwürdigen Tag!
25 Jahre Mauerfall. 25 Jahre
Wiedervereinigung .25 Jahre einheitliches Deutschland. Silberne
Hochzeit feiert ein Land, das tiefe Einschnitte nach dem Zweiten
Weltkrieg erleben musste. Die Teilung in zwei Staaten. 40 Jahre
später ging die DDR nach einer friedlichen Revolution, mit
Demonstrationen von Millionen Menschen, unter. Ein Segen.
06 November 2014
Ochsenkopf – Hinauf zum Gipfel
Zentrum des Fichtelgebirges ist die Region um den Ochsenkopf. Erlebnisregion Ochsenkopf nennt man sich für den Tourismus werbewirksam. Nicht nur wegen seiner geographischen Lage, auch durch seine Anziehungskraft auf Touristen und Gäste des Fichtelgebirges mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Beachtliche 1024m ragt der Gipfel in die Höhe, nur sein Bruder in unmittelbarer Nachbarschaft mit dem unverkennbaren Fernmeldeturm aus Zeiten des kalten Krieges, das amerikanische Militär hörte dort ab, ist um ein paar Meter gewaltiger und verdient sich damit den Status als höchster Frankens zu sein. Zwei Riesen des Fichtelgebirges. Wir besteigen heute einen, den kleineren, den Ochsenkopf.
02 November 2014
Nach 40 Jahren - Eine Brücke verbindet Ost und West!
Eine davon ist die Saalebrücke von
Rudolphstein. Heute heißt sie „Brücke der Deutschen Einheit“.
Sie überspannt die Saale und damit die thüringisch-bayerischen
Landesgrenze. Zu finden ist das durchaus beeindruckende Bauwerk auf
der Bundesautobahn 9, also kurz gesprochen A9, zwischen den
Anschlussstellen Lobenstein und Rudolphstein. Fährt man darüber,
nimmt man natürlich nichts von ihrer Konstruktion war. Die
überdimensionalen braunen Schilder weisen darauf hin, dass hier
einst die ehemalige deutsch-deutsche Grenze ihre Schneise durch das
Saaleland zog.
27 Oktober 2014
Den Ort kennt keiner – Aber die Walhalla
Die Rede ist von der
Walhalla. Ein wahrer Prunkbau. Er thront über der Donau, ist aus der
Ferne schon weithin sichtbar. Sie ist nach Walhall benannt. Das kommt
aus der germanischen Mythologie und galt dort als Wohnstatt der
tapferen, gefallenen Krieger. Ein Indiz auf die Entstehungsgeschichte
dieses prestigereichen Bauwerks. Das Heilige Römische Reich
Deutscher Nation war nach der Niederlage gegen Napoleons Truppen
zusammengebrochen. Nun müssten sie an der Seite der Franzosen gegen
die Preußen kämpfen. Besiegte Deutsche gegen unbesiegte Deutsche.
Eine Erniedrigung für viele. Es begann eine Zeit der
Identitätssuche. Was folgte war die Errichtung deutscher Denkmäler,
die ihrem Stolz Ausdruck verleihen. König Ludwig I. von Bayern
wollte das vehement mit der Walhalla.
1807 entstand die Idee, die
ersten Büsten wurden angefertigt. Der Bau war noch nicht einmal
begonnen. Diese vollplastischen Bildnisse aus Marmor, die meist den
Kopf und der oberen Schulterpartie darstellen, verleihen eine
majestätische Wertschätzung. Ideal für die Ruhmeshalle auf dem
Bräuberg. Geniale Persönlichkeiten stehen im Falle der Walhalla
besonders im Mittelpunkt.
19 Oktober 2014
Nachts um 1 Uhr bei Regen - es fehlen 11 Euro auf der Tauern-Autobahn!
Es ist der Albtraum jeden
Autofahrers auf dem Reiseweg. Genau das, was man vermeiden will.
Mautstation. Ich glaube, jeder Deutsche hasst diese "Gebühr".
In Österreich, Frankreich, Italien oder Kroatien sind sie gang und
gebe. Wir sind auf der Rückreise von Kroatien in Richtung Heimat.
Mautstation um Mautstation passieren wir. Alles kein Problem. Die
letzten Kuna gehen dafür drauf, alles so durchgeplant. In Slowenien
kaufen wir uns die Vignette, für Österreich haben wir sie bereits.
Soweit alles in Ordnung. Doch das heißt nicht, dass wir nicht noch
Geld entlöhnen müssen. Der Karawankentunnel, der Österreich und
Slowenien miteinander verbindet und in dessen Mitte wir die
Staatsgrenze beider Länder passieren, ist ebenso zahlungspflichtig.
Mit einer stinknormalen Geldkarte überhaupt kein Problem. Danach
kommt das Übel. Die Tauern-Autobahn ist mautpflichtig, zusätzlich
zur Vignette, die man so schon entrichten muss. Es ist in der Nacht
um 1 Uhr. Es schüttet aus Eimern.
18 Oktober 2014
Nichts gelernt - die zweite Posse
Grenzen sind unterschiedlich, im Überqueren und Passieren.
Die einen werden ausgiebig kontrolliert, die anderen sporadisch und
die der EU-Mitgliedsstaaten gar nicht. Bosnien wird kontrolliert,
jeder der einreist wird mit seiner Personalausweisnummer im System
identifiziert und registriert, mehr nicht. Dem Land gehören knapp
zehn Kilometer Küstenabschnitt des adriatischen Mittelmeers.
Eingeklemmt beiderseits von den Kroaten. Heikel. Um ins südliche
Dubrovnik zu gelangen, muss man durch dieses Gebiet durch. Das ist
die kürzeste und schnellste Strecke. Das heißt zweimal Kontrolle.
Hinein ins Land, heraus aus dem Land, innerhalb von 20 Minuten. Das
Gebäude ist erst vor einigen Jahren errichtet worden. Modernen
Charakter besitzt es, keine fast zusammenfallende Hütten oder
Container. Alles ist hell beleuchtet, den Hinweisschilder kann man
leicht folgen. Die ganze Anlage wurde in die steile Küstenlandschaft
hinein betoniert.
17 Oktober 2014
Vorbeifahren ist schlecht! - An der slowenisch-kroatischen Grenze
Wir
überqueren Staatsgrenzen in unserer heutigen Zeit problemlos, in
Europa sogar ohne Grenzkontrollen bei Mitgliedsstaaten der
europäischen Union, ein absolutes Privileg und ein unheimlicher
Vorteil.
Wir sind auf dem Weg nach Kroatien, die Landesgrenzen von Österreich und Slowenien haben wir ohne Schwierigkeiten überquert. Dem Schengener Abkommen sei Dank. Kroatien nicht, die Schlange an der Grenzstation ist übersichtlich, es geht rasch voran. Wir überqueren den Übergang Rupa. Der, den alle Urlauber passieren müssen, wenn sie in das südliche Kroatien fahren wollen. Stopp and go, stopp and go. Wir haben unsere Reisepässe schon einmal parat. Der Personalausweis ist abgelaufen bzw. nicht auffindbar. Dem Kontrolleur kommen wir näher und näher, fast alle werden durchgewunken. Jetzt sind wir an der Reihe.
Wir sind auf dem Weg nach Kroatien, die Landesgrenzen von Österreich und Slowenien haben wir ohne Schwierigkeiten überquert. Dem Schengener Abkommen sei Dank. Kroatien nicht, die Schlange an der Grenzstation ist übersichtlich, es geht rasch voran. Wir überqueren den Übergang Rupa. Der, den alle Urlauber passieren müssen, wenn sie in das südliche Kroatien fahren wollen. Stopp and go, stopp and go. Wir haben unsere Reisepässe schon einmal parat. Der Personalausweis ist abgelaufen bzw. nicht auffindbar. Dem Kontrolleur kommen wir näher und näher, fast alle werden durchgewunken. Jetzt sind wir an der Reihe.
16 Oktober 2014
Stürmisches Senj (Teil 17)
Senj liegt eigentlich sehr idylisch.
Direkt am Meer gelegen, die zwischen Rijeka und Zadar gelegene
7000-Einwohner-Stadt wird vom Hinterland durch das Gebirge des
Velebit vom Hinterland abgetrennt. Unsere Route nach Senj führte uns
über den Vratnik, einem 700m hohen „Bergpass“. Von oben hat man
einen atemberaubenden Blick auf die Stadt im Tal, im Hintergrund
liegt das Meer. Die vorgelagerten Inseln, die die kroatischen
Küstenregionen von Nord nach Süd prägen, sind ebenfalls zu sehen.
Eine grüne, baumreiche Vegetation prägt die Umgebung rund um den
Berg, den Gebirgszug des Velebits überhaupt.
15 Oktober 2014
Naturspektakel der Superlative – Ohne Übertreibung (Teil 16)
Morgens 9 Uhr bricht der Tag für uns
an. Im Supermarkt Lidl, was sonst, holen wir uns Leckeres zum Beißen.
Der Magen ist nämlich noch leer. Ein Baguette, etwas Aufschnitt und
Kekse. Nach dieser Stärkung fahren wir die nächste Stunde, rund 60
Kilometer, zu den Plitwitzer Seen. Die Wegstrecke dorthin wird
holpriger als gedacht. Auf der hügel- und kurvenreichen Route durch
das Karstgebiet Mittelkroatiens reiht sich Baustelle an Baustelle.
Nicht vergleichbar mit denen in Deutschland. Bei uns ist es so, dass
erst eine Fahrbahnseite fertig gestellt wird, danach folgt die
andere. Logisch, um die Straße nicht komplett sperren zu müssen.
Das kroatische Verständnis ist dagegen konträr. Sie sanieren die
Straße komplett, tragen den gesamten Asphalt ab, walzen daraus eine
Schotterpiste und schicken die Autofahrer während der Bauphase über
diese Piste mit dicken Steinen, fast schon Gesteinsbrocken. Staub
wird meterhoch aufgewirbelt, dass man zwischenzeitlich denkt, man
befindet sich mitten im Sandsturm. Dementsprechend dreckig ist das
Fahrzeug hinterher. Das geht über 10 Kilometer so. Von Abschnitt zu
Abschnitt. Am Ende lassen sie uns noch über frisch geteerten
Asphalt fahren. Das Kleben der Reifen ist im Cockpit förmlich
spürbar. Die Arbeiter schauen uns mit schiefen Augen an. Wahnsinn.
So verschiedenen sind die Ansätze. Bei uns wäre das undenkbar.
14 Oktober 2014
Grün, Grün, Grün – Vorher ungeahnt (Teil 15)
Kroatien ist mehr als nur Küste und
Meer. Ein Blick ins Landesinnere ist ebenso reizvoll. Das Land ist
trotz der südlichen Lage und der hohen Temperaturen sehr grün und
in der Vegetation sehr vielfältig. Das hätten wir vorher nie
geahnt. Immer nimmt man nur die felsigen Küstenabschnitt von Nord
nach Süd wahr. Ein Gebirge durchzieht einen großen Teilen das Land.
Es schneidet das Landesinnere von den Orten an der adriatischen Küste
regelrecht ab. Das riesige Velebit-Gebirge. Eine grüne Oase
Kroatiens.
13 Oktober 2014
Pag - Vom Süden in den Norden (Teil 14)
Pag. Mit Krk ist sie die bekannteste
Insel Kroatiens. Eine Urlaubsinsel. Besonders der Norden ist bei
Reisende sehr beliebt. Für die Partygeneration ist der Strand von
Zrce das südosteuropäische Mekka für Feierwütige. Eine Insel mit
vielen Facetten. Wir entdecken sie.
Von Zadar sind es ungefähr 40km bis Pag. Es geht durch buschiges Hinterland. Der Übergang vom Festland zur Insel ist fast fließend. Über eine Brücke,gestützt von Eisenträgern, erreichen wir das Eiland, seit 1968 übernimmt sie die Funktion der Verbindung zum Festland. Vegetation ist am südlichsten Zipfel nicht wirklich vorhanden. Eine karge Fels- und Steinlandschaft prägt das Bild. Nicht einmal Sträucher oder Büsche wachsen. Einöde. Man hat das Gefühl, dass es eine künstlich erschaffene Insel ist. Kein Leben, keine Zivilisation. Die gut ausgebaute und zu befahrene Straße führt uns in Richtung Pag. Pag-Stadt. Sie hat den Namen der Insel und ist gleichzeitig deren Hauptstadt. Auf dem Weg dorthin, wird die Fauna und Flora lebendiger. Grün mischt sich in die Landschaft. Olivenbäume, Sträucher und Gräser sind vermehrt zu sehen. Kleine Siedlungen durchfahren wir. Verwunderlich, dass es Menschen gibt, die in dieser Abgeschiedenheit leben. Nahe Pag beginnen die Salinen. Die Salzgärten gehören zu den größten und ältesten des Landes. Bereits im 12. Jahrhundert wurden sie erstmals in Aufzeichnungen erwähnt. Jodisches Meersalz wird aus ihnen gewonnen. Ein typisches Produkt Pags und heute noch wichtiger Wirtschaftszweig.
12 Oktober 2014
3000 Jahre Zadar (Teil 13)
Die Region um Zadar ist wohl eine der beliebtesten Urlaubsziele Kroatiens. Das Gefühl, dass jedes zweite Auto ein deutsches Kennzeichen besitzt, täuscht nicht. Mit dem nördlichen Istrien bietet es sich jährlich einen Wettbewerb um die Touristen.
Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts
begann die Entwicklung der Hafenstadt zum Fremdenverkehrsort an der
Adria. Heute ist Zadar ein Zentrum dieser Art in Kroatien.
Die Stadt im norddalmatischen Raum
umfasst heute immerhin 75000 Einwohner. Der Tourismus bietet Ihnen
ausreichend Arbeitsplätze. Die Menschen sind von diesem
Wirtschaftszweig natürlich abhängig, das alte Thema. Trotzdem
bringt es ihnen einen gesunden Lebensstandard und Wohlstand. Das ist
das Wichtigste.
Der Check-In über das Internet
gebuchte Hotelzimmer ist etwas konfus. Nicht das Einchecken, auch
nicht das Hotel, das war sehr schick, sogar mit Pool. Das Zimmer war
sehr komfortabel, wir bekamen mit stolzer Ankündigung ein Zimmer mit
Balkon. Nur war der Preis eher das Problem, es herrschte keine
Einigkeit darüber. Die Mitarbeiterin wollte uns 20 Euro mehr, als im
Internet über booking.com angeboten und gebucht, abknöpfen. Es
dauerte bis sie die Buchungsmail im System fand. Erst stürzte der
Computer ab, dann funktionierte das WLAN nicht, welches so oder so
nicht bei uns ging. Man zweifelt ja fast schon an sich selbst, obwohl
wir uns hundertprozentig sicher waren. Doch irgendwann fand sie die
Bestätigung. Wir hatten Recht. Eine Entschuldigung für die kleine
Unannehmlichkeit erhielten wir, schob es aber weiter auf die
Angestellte. Naja, seis drum. Kurz duschen, frisch machen und ab in
die Stadt. Die ist circa 3 bis 4km Fußweg entfernt, also eine
Dreiviertelstunde. Das Auto ist das geeignetere Hilfsmittel zu
angebrochener später Stunde.
Außen findet das einfache Leben dort statt. Mehrparteienhäuser, Geschäftsgebäude bestimmen die Szenerie unmittelbar am Festlandufer. Auch das ändert sich. Schnucklige Einfamilienhäuser haben die Überhand. Von Plattenbauten ist nicht übermäßig viel zu sehen. Fast schon Vorstadtcharakter. In den Balkons und Vorgärten hängt die Wäsche zum Trocknen. Die Motorroller knattern durch die Straßen. Die Bewohner gehen ihrer Arbeit nach, kommen von ihr nach Hause, lassen den Tag gemütlich ausklingen. Das südländische Flair macht sich auch in Zadar bemerkbar.
Innen, im Stadtkern, ist es fast
umgekehrt. Es ist ganz schön Trubel. Die Touristen schlängeln sich
durch die engen Gassen. Körper an Körper. Wahre
Krebse sind unter ihnen. Durch das ganztägige Sonne und das
nachlässige Eincremen mancher ziehen sie ihre Haut in
Mitleidenschaft. Hautkrebs ole. Ich mache es aber nicht anders.
3000 Jahre History
Das Rathaus und das Renaissancegebäude
der Stadtwache sind an jenem, insgesamt kleinen Platz beheimatet. An
der Südseite des Platzes vervollständigt eine Loggia das stimmige
Bild. Da kann man es sich getrost auf den Stühlen des ansässigen
Restaurants bequem machen und sein Abendessen in charmanter
Atmosphäre dort genießen. Tun auch einige.
Ebenfalls an dem zentralen Stadtplatz
ist die Kathedrale der Heiligen Anastasia angesiedelt. Sie ist nach
der Schutzheiligen der Stadt geweiht. Es ist die größte ihrer Art
in Dalmatien. Ihr heutiges romanisches Aussehen erwarb sie im 12.
Jahrhundert. Doch aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Ein
drittes Gotteshaus gibt es noch. Die Basilika der Heiligen Maria. Es
ist nicht so, dass sie nur eine kleine Kirche oder eine Kapelle ist.
Nein, nein. Je größer, desto besser. Ein dreischiffiger Kirchenbau
im frühromanischen Stil, das im 10. Jahrhundert errichtet wurde.
Wieder dieser hohe Glockenturm. Es wird geglotzt, nicht gekleckert.
Ich finde es übertrieben. Es ist nicht gegen den Glauben an sich
gerichtet, nur gegen den praktizierten Protz. Etwas Demut schadet an
manchen Stellen nicht. Meine subjektive Meinung.
Im direkt angrenzenden ehemaligen
Benediktinerinnenkloster wird die Dauerausstellung „Gold und Silber
von Zadar“ gezeigt. Verschiedene Objekte, extrem wertvoll, der
Kirchenkunst stammen teilweise aus dem 8. Jahrhundert. Darunter
Kelche, Stickereien, Skulpturen, Wandteppiche, Schriftstücke oder
Reliefs als Beweis aus vergangenem Reichtum. All das wurde von den
Benediktinerinnen geschützt und aufbewahrt, überstand so die
kriegerischen Phasen über die langen Zeiträume. Das ist fast
einzigartig in Europa.
Eine Touristenattraktion an diesem
historisch bedeutenden Platz ist noch zu erwähnen. Das
Archäologische Museum, unmittelbar in Nachbarschaft zu den eben
genannten Sehenswürdigkeiten, dokumentiert die Entwicklung der
Region um Zadar von der Steinzeit bis zum Mittelalter. Mehr als 80000
Exponate werden ausgestellt. Für das Besucherhirn kaum greifbar. Ist
nicht unser Thema. Daher besuchen wir es nicht. Zu spät ist es
außerdem.
Das Meer können wir schon sehen. Klar,
dass es uns die wenigen Metern dorthin zieht. Die Faszination ist zu
groß. Wir könnten stundenlang hinausschauen.
Mittlerweile dämmert es, die Lichter
gehen an und beleuchten kunstvoll historische und sehenswerte
Bauwerke.
Unser Highlight Zadars
Wir laufen durch die Straßen und
Gassen der Altstadt. Vorbei an kleinen Kirchen. Unzählige gibt es
davon. Viele Restaurants und Bars haben geöffnet. Wir sind pappsatt.
Der Bauch platzt bald und dann noch dieser Geruch von Essen. Das kann
nicht immer verlockend sein. Trinken wollen wir auch nichts, dafür
haben wir keinen Trend mehr. Hotels sind eher selten im Stadtkern zu
sehen. Einige Apartments sind ausgeschildert, die sind jedoch nur zu
Fuß zu erreichen. Die Hotels mit den 3,4 oder 5 Sternen sind im
Nachbarviertel.
Zadar ist das Zentrum Norddalmatiens,
in jeder Hinsicht. Kulturell, wirtschaftlich, administrativ.
Infrastrukturell ist es perfekt ausgebaut. Direkte Anbindung zur
Autobahn, wie eingangs erwähnt, lebt der Ort von den Touristen.
Attraktionen gibt es genügend. Überreste der Jahrtausend alten
Historie sind nicht zu übersehen, auch wenn mich die Schönheit und
das Flair der Stadt nicht vollständig überzeugt. Sie steht im
Ranking hinter Split oder Trogir. Nichtsdestotrotz geht es nicht
darum. Nicht ohne Grund strömen Jahr für Jahr die Urlauberin die
Stadt und den umliegenden Ortschaften. Zadar hat außergewöhnliche
Alleinstehungsmerkmale.
Die Nähe zu den Nationalparks
Paklenica, Krka, Nördlicher Velebit, Kornaten und den Plitvicer
Seen ist so eines. Ganze fünf sind das.Viele schöne Steinstrände
machen Lust und Spaß auf bzw. beim Sonnenbaden und Schwimmen im
kristallklaren Wasser des adriatischen Mittelmeeres. Darum ist dieses
Seebad auch so beliebt, bei tausenden Urlaubern jährlich.
11 Oktober 2014
Sibenik – Ein Ausflugsort im Zeichen der Kathedrale (Teil 12)
Eine ganz normale Stadt an der
Adriaküste. Im dalmatischen Raum. Trotzdem wunderschön und
sehenswert. Besonders die Altstadt. Sie ist von historischem Rang.
Dessen Zentrum ist die Kathedrale St. Jakob. Sie ist von der
allmächtigen UNESCO auf ihre Weltkulturerbeliste gesetzt worden.
Trotz dieses wertvollen Stadtkerns ist
Sibenik nicht vollgestopft mit Touristen. Im Gegenteil. Die Straßen
und Gassen in der Altstadt sind leer. Es herrscht Ruhe und
Beschaulichkeit. Nur wenige schlendern mit uns in den frühen
Abendstunden zu den Sehenswürdigkeiten. Wir machen einen kleinen
Stadtrundgang. Das Auto wird am Meeresufer geparkt. Der letzte freie
Platz. Glück gehabt.
Auffällig, wie im gesamten kroatischen
Raum, sind die vielen, vielen, vielen und nochmals vielen Kirchen im
Stadtkern, zusätzlich zu diesem über alles schwebenden Monument der
Kathedrale. Sie sind nahtlos in das Straßenbild integriert.
Teilweise sind es kleine Kapellen, die sich nur durch die typische
Form eines christlichen Gotteshauses oder durch das Kreuz auf dem
Dachgiebel erkennen lassen.
Von hier oben hat man einen
sensationellen Blick in die Ferne. Über die Ziegeldächer der
Altstadt hinweg auf das Wasser, auf das Meer, auf die Inseln.
Atemberaubend im Glanz der Sonnenstrahlen.
Die Inselwelt vor Sibenik ist besonders
bemerkenswert. Mit mehr als 300 Inseln und kleinsten Eilanden wird
das deutlich unterstrichen. Die meisten sind unbewohnt. Speziell der
Nationalpark Kornati mit seinem Archipel ist äußerst reizvoll.
Gerade für Fans von Segelturns ist das ein wahres Paradies.
Tauchkurse werden ebenfalls angeboten.
Sibenik wird gern als Ausflugsziel aus
den umliegenden Ferienorten angesteuert. Auch die Touristen aus dem
80km nördlich gelegenen Zadar oder Trogir und Split, welche südlich
zu finden sind, besuchen die Stadt mit der berühmten Kathedrale.
Sightseeingtour eben.
Strände, also richtige Badestrände,
gibt es innerhalb des Stadtgebiets nicht sonderlich viele. Der
schönste Strand ist die Solaris-Landzunge, 6km von Sibenik entfernt.
Eine wahre Erlebnis-Anlage. Ein kleines Dorf in sich. Hotel,
Campingplatz, Wasserspaßpark mit Rutsche und Monsterdusche und
natürlich ein Strand gehören dazu. Künstlich angelegter
Kieselstrand. Angenehm an der Füßen. Alles wie aus dem Ei gepellt.
Klar, dass hier zu 90% Deutsche ihren Urlaub verbringen. Stunden vor
unserem Stadtbesuch Sibeniks haben auch wir uns ein Sonnenbad
gegönnt. Auf jeweils eine der Liegen, die eigentlich nur für die
Hotelgäste gedacht sind, haben wir es uns bequem gemacht, ohne
schlechtes Gewissen. Unverschämt. Den Kinderlärm nahmen wir dafür
gern in Kauf. Auch wenn der ursprüngliche Reiz der kroatische Küste
nicht mehr vorhanden war. In dem Moment war uns das aber egal.
Plötzlich war in der Ferne aufsteigender Rauch zu sehen. Waldbrand.
Kein Wunder bei dieser trockenen Hitze. Der kleinste Funke reicht.
Die Löschflugzeuge fliegen schon heran, laden ihr Löschwasser über
der Brandstelle herab. Natürlich wird das zum Schauspiel. Heiß und
lautstark wird über diesen Vorgang diskutiert. Jedes Detail wird
kommentiert. Lautstark. Tja, so sind sie, die Deutschen. Daraufhin
flüchten wir einige hundert Meter weiter. Nicht mehr erträglich.
Abonnieren
Posts (Atom)











